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Wie ökologisch sind Plastikflaschen?

Vor- und Nachteile von PET Flaschen 

JULIA SCHILLY 8. Juni 2011, 07:07 390 POSTINGS  http://tinyurl.com/d2bc4oc

Die Menge des Kunststoffs, der in den vergangenen 100 Jahren produziert wurde, würde reichen, um den gesamten Erdball sechsmal einzupacken.

Ein Umdenken hat kaum stattgefunden: Immer noch werden zum Beispiel jedes Jahr 144 Milliarden PET-Flaschen produziert. Dabei hat die einmalig verwendete Plastik-Flasche längst die Glas- oder Mehrweg-PET-Flasche vom Markt verdrängt. Auch in Österreich gelangen jährlich rund 37.000 Tonnen Plastikflaschen in den Handel. Der Mehrweg-Anteil sank dabei von 1994 bis 2009 von 96% auf 18,1% Prozent.

500 TeilnehmerInnen zwischen 18 und 65 Jahren wurden nun vom Institut marketagent.com zu ihrem Getränkekonsum sowie Umweltbewusstsein in Bezug auf die Plastikflaschen-Problematik befragt. Laut Umfrage fallen bei mehr als einem Fünftel der österreichischen Haushalte pro Woche 11 bis 20 oder sogar mehr leere Plastik-Getränkeflaschen an. Bei weiteren 30 Prozent sind es sechs bis zehn Flaschen. Nur in fünf Prozent der Haushalte fallen gar keine Plastik-/PET-Flaschen an.

Dabei sind sich laut Umfrage die ÖsterreicherInnen der Umweltbelastung bewusst: 77 Prozent gaben als größten Nachteil der PET-Flasche die Verursachung von viel Müll an. Auch der hohe Ressourcenverbrauch bei der Plastikflaschenherstellung (47 Prozent) sowie die Belastung der CO2-Bilanz (44 Prozent) wurden von vielen Befragten genannt. Mit jeweils 22 Prozent bemängelt fast ein Viertel die umständliche Entsorgung.

Auf die Frage, was die Vorteile seien, gab es vier Spitzenreiter:

  • Leichtes Gewicht (69 Prozent), Praktisch für unterwegs (62 Prozent), Wiederverschliessbare Flasche (56 Prozent), Nicht-Zerbrechlichkeit (54 Prozent).

Über die Umweltprobleme sowie den hohen Ressourcenverbrauch für Produktion und Recycling wussten die meisten der Befragten jedoch nicht Bescheid. So war beispielsweise für mehr als zwei Drittel der Studienteilnehmer (68 Prozent) neu, dass:

  • 3 Liter Wasser benötigt werden, um 1 Liter Wasser in eine PET-Flasche abzufüllen.

Nachteile:

  • 141 Milliarde Plastikflaschen und Aluminiumdosen werden weltweit jährlich NICHT recycled und trotz steigender Recycling-Zahlen in Europa werden auch dort nur 48,4 Prozent der PET-Flaschen eingesammelt.

Peter Molnar, Geschäftsführer von Klimabündnis Österreich, berichtet von den Auswirkungen:

  • "80 Prozent des Kunststoffmülls gelangen über Flüsse oder gleich direkt in die Ozeane. Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben bis zu 46.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltozeane."
  • In den Weltmeeren ist heute sechs Mal mehr Plastikmüll zu finden als Plankton.
  • "Zwischen Hawaii und dem amerikanischen Festland treibt eine Plastik-Insel so groß wie Mitteleuropa, die drei Millionen Tonnen wiegt" informiert Christian Pladerer, Vorstandsmitglied des Österreichischen Ökologie Instituts.
  • Fische und andere Meerestiere halten die Teilchen (Mikroplastik) mit einem Durchschnittsgewicht von 1,8 Milligramm für Plankton und fressen sie. Die Folge: Das Plastik verstopft die Mägen der Tiere. So ist es nicht mehr weit, bis der Plastikmüll schlussendlich auf die Teller gelangt.  

    Wieviele PET Flaschen werden jährlich verkauft?

    Die Fakten in dem Artikel im TheGuardian (2016): "A million bottles a minute.."  sind nicht neu, und lassen trotzdem nicht nur der Blogerin Ruth Schlogl von de.whales.org den Atem stocken ob diesem Wahnwitz:

    Wussten Sie, dass..

    • 2016 wurden weltweit mehr als 480 Milliarden Plastikflaschen verkauft.
    • Das bedeutet: Pro Minute gehen nicht weniger als 1 Million(!) Plastikflaschen über den Ladentisch.
    • Würde man die 2015 und 2016 verkauften Plastikflaschen aufeinander stapeln, sie würden einen Turm ergeben der sich bis zur Sonne erstreckt.
    • Weltweit wird jährlich so viel Plastik produziert wie die gesamte Menschheit zusammen wiegt.
    • Nur 7% der Plastikflaschen werden durch Recycling für die Produktion neuer Plastikflaschen verwendet!

    Wielange dauert es bis eine PET Flasche biologisch abgebaut ist?

    • 500 - 800 Jahre braucht das Ökosystem, um eine PET Flasche      biologisch abzubauen. 

    Wie wird PET aufbereitet?

    In Aufbereitungsanlagen werden die PETs in kleine Flocken, sogenannte „Flakes“, zerhackt, von Fremdstoffen gereinigt, nach Farben sortiert und zu Granulat aufbereitet. Ein Teil dieses Materials kann dem Neumaterial beigemischt und zur Herstellung neuer Vorformlinge (oder Pre-Forms) in einem Spritzgussverfahren für Getränkeflaschen verwendet werden. Die Herstellung neuer (glasklarer oder farbreiner) Flaschen ausschließlich aus recyceltem Material war bislang nicht möglich. Deutsche und US-amerikanische Chemiker haben jetzt zwei Verfahren entwickelt, die künftig PET-Flaschen zu 100 Prozent recyceln können. Beim ersten Verfahren wird das vorgängig mechanisch zerkleinerte Material chemisch gelöst, gefiltert und wieder ausgefällt, beim zweiten Verfahren wird das Material mit Hilfe von Wärme und eines Katalysators in reines PET zurückverwandelt.

    Gebrauchtes PET wird auch zur Herstellung von Polyester Textilfasern verwendet. Weltmarktführer auf diesem Gebiet ist China. Allein im Jahre 2006 wurden knapp vier Millionen Tonnen PET-Abfälle nach China exportiert, was etwa 100 Milliarden Plastikflaschen entspricht. Auch die Türkei importiert altes PET, um daraus Textilfasern herzustellen.Der Marktwert sortenreinen PETs liegt zwischen 400 und 500 Euro je Tonne. Der Materialwert einer gebrauchten 1,5-Liter-Einwegflasche beläuft sich somit auf etwa 1,5 Eurocent. Der Marktwert von Recycling-PET (Flakes) orientierte sich schon in den 1990er Jahren 100-prozentig an den Kosten der enthaltenen Rohstoffe Terephthalsäure und Ethylenglycol. Daher war ein Einsatz in der chemischen Industrie als Rohstoff-Ersatz für Terephthalsäure/Glycol nicht möglich. Anfang 2018 hat China den Import von Plastikmüll aus Umweltschutzgründen eingestellt.

        PET Recycling weltweit:

          Die meisten PET Flaschen weltweit landen leider nicht in der Recyclingkette, sondern in unseren Weltmeeren und verursachen bereits ländergrosse Schwemmteppiche. (Info: Plastic Planet).

          PET-Einwegflaschen werden jedoch auch gesammelt und davon werden weltweit ebenfalls nur 7% zu neuen PET Flaschen recycelt, jedoch hauptsächlich für die thermische Verwertung gebraucht, - dies bedeutet: Der grösste Teil des gesammelten PET Materials wird in Kehrichtverbrennungsanlagen oder in Heizkraftwerken als Feuerungsmittel eingesetzt. In Deutschland,Tschechien und der Schweiz ist das Recycling von PET jedoch bei über 50% sehr hoch.

          PET Recycling in Deutschland:

          Bedingt durch die Pfandregelung in Deutschland wird ein Großteil der PET-Flaschen über die Leergutsammelstellen der Wiederverwertung zugeführt. So gelangen etwa 30 % der PET-Flaschen in einen „sortenreinen Stoffkreislauf“. Laut einer Marktanalyse der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung werden in Deutschland PET-Getränkeflaschen zu 93,6 % recycelt. Die Recyclingbilanz bei pfandpflichtigen PET-Flaschen liegt bei 97,2 %. Etwa 80 % des PET-Recyclings findet innerhalb Deutschlands statt, nur ein geringer Teil wird im Ausland stofflich verwertet. Etwa ein Drittel der im Inland hergestellten PET-Rezyklate wurde im Jahr 2013 für die Produktion neuer PET-Getränkeflaschen verwendet. Weitere Abnehmer sind die Textilfaser-Industrie (29 %), die Folien-Industrie (27 %) sowie sonstigen Anwendungen wie beispielsweise Bänder oder Reinigungsmittelflaschen (11 %). Neue PET-Getränkeflaschen bestanden 2013 durchschnittlich zu 24 % aus Recycling-Material (pfandpflichtige Einwegflaschen zu 26 %). 

          PET Recycling in der Schweiz:

          Für die Sicherstellung des Recyclings wird vom Bundesamt für Umwelt eine private, nicht gewinnorientierte Organisation beauftragt. Der Verein PRS PET-Recycling Schweiz ist in der Schweiz für die flächendeckende getrennte Sammlung von PET Einweg-Getränkeflaschen verantwortlich. Dem Verein sind als Branchenorganisation rund 98 % der Schweizer Getränkeproduzenten, Importeure, Abfüller und Detaillisten als Mitglied angeschlossen.

          Der CH PET-Recycling Verein betreibt ein Sammelstellennetz mit mehr als 50'000 Sammelstellen in der ganzen Schweiz. Während sich gut 8'000 Standorte direkt bei den Verkaufsstellen befinden, machen die freiwilligen Sammelstellen aus dem Arbeits- und Freizeitbereich mit über 42'000 Standorten den weitaus grössten Anteil aus. In der Schweiz lag 2016 die Rücklaufquote bei einem Verbrauch von über 1.4 Milliarde PET-Getränkeflaschen bzw. von 35‘121 Tonnen bei 82 %.

           

          Finanziert wird die Rückführung von gebrauchten PET-Einweggetränkeflaschen in den Wirtschaftskreislauf durch einen vorgezogenen Recyclingbeitrag, der seit 1991 von PET-Recycling Schweiz erhoben wird. Die eingenommenen Mittel werden für Sortierung, Transport, Administration, Kommunikation sowie Anschaffung und Unterhalt von Sammelbehältern verwendet. Gewinn- oder Lenkungsziele werden hierbei keine verfolgt.

          Die gesetzliche Grundlage bildet die vom Bundesrat erlassene Verordnung über Getränkeverpackungen (VGV) vom 5. Juli 2000 in der „die Abgabe und die Rücknahme von Getränkeverpackungen für die Verwendung im Inland“ geregelt ist. Demnach müssen Händler, Hersteller und Importeure, die Getränke in Einwegverpackungen aus PET abgeben, solche Einwegverpackungen in allen Verkaufsstellen zurücknehmen. Die Verwertungsquote soll dabei mindestens 75 Prozent betragen. Wird diese nicht erreicht, kann das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) ein Pfand auf PET-Getränkeverpackungen einführen.  

          Quellen : 

          Aqua Natura - Natürlich bewusst leben

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