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Kernthemen der Schweizer Trinkwasser Initiative

By Yvonne Burlet Februar 13, 2020

    

    Die Eidgenössische Volksinitiative steht für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung und stellt sich gegen Subventionen für den Pestizid- und prophylaktischen Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft und Viehzucht. 

    PESTIZIDE

    "Rund 2050 Tonnen Pflanzenschutzmittel werden in der Schweiz pro Jahr versprüht. Das Ziel des Bundes, den Einsatz der Pflanzenschutzmittel auf 1500 Tonnen zu reduzieren, wird seit vielen Jahren verfehlt und eine Besserung ist nicht in Sicht. 85-90% der Pestizide werden von der Landwirtschaft versprüht, der Rest stammt aus dem Verkehrs- und Siedlungsbereich. Pestizide gelangen in die Luft, die Nahrung, in die Gewässer und ins Trinkwasser. Diese Giftstoffe töten nicht nur Schädlinge, sondern auch nützliche Kleinstlebewesen, Bienen sowie andere Insekten und Pflanzen, die für die Bodenqualität, die Biodiversität und die Umwelt von grosser Bedeutung sind.

    Unsere Wasserqualität hängt direkt von intakten und belebten Böden ab, die als wirksamste Filter für unser Trinkwasser dienen.

    Erstmals zeigt ein Bericht des Bundesamtes für Umwelt von 2017 auf, dass unser Boden nicht nachhaltig genutzt wird."

    Die Initiative fordert deshalb, dass nur noch Betriebe Subventionen erhalten sollen, die pestizidfrei produzieren. Unter «Pestizide» versteht die Initiative die chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel. Die im Biolandbau eingesetzten Stoffe sind von der Initiative nicht betroffen. Bei Annahme der Initiative gilt eine Übergangsfrist von 8 Jahren. (Quelle: Inititative-für-sauberes-Trinkwasser.ch)

    ZU VIEL GÜLLE..

    Die Schweiz soll nach den Niederlanden das Land mit der zweithöchsten Tierdichte sein Die hohen Nutztierbestände erzeugen zuviel Ammoniakgase, die neben den Feinstaub-Emissionen, welche durch Industrie und Verkehr mitverursacht werden, aktuell 60% der Feinstaubbelastungen in der Luft ausmachen sollen. Die gesetzlichen Vorgaben können nicht eingehalten werden.

    Siehe Beitrag SRF News, Kassensturz (19.6.2018): Hohe Tierdichte - Ammoniak-Emissionen belasten Umwelt massiv..

    Die Initiative-für-sauberes-Trinkwasser meint dazu: "In der Schweiz wird in vielen Re­gio­nen massiv mehr Gülle und Mist pro­du­ziert, als die Landwirt­schafts­flächen auf­neh­men können. Grund dafür sind die stark über­höhten Nutz­tier­bestände, deren Haltung nur durch enorme Futtermittelmengen, welche die Schweizer Landwirtschaft aus dem Ausland importiert, überhaupt erst ermöglicht wird."

    Deshalb fordert die Initiative, als eine der nötigen Massnahmen, dass die Tierbestände auf eine bodenabhängige Produktion begrenzt werden sollen, damit folgende Ziele erreicht werden können:

    1. Reduktion der hohen Nitratwerte in den Grundwasser-Fassungen,

      2. Reduzierung der Nitrat- und Phosphor-Zuführung in die Mittelland-Gewässer,

      3. Vermeidung der Umweltprobleme in Gebieten des externen Kraftfutter-Anbaus (Regenwald),

      4. Gegenmassnahmen zur Versauerung und Überdüngung der Wälder, Moore, Naturschutzgebiete und Magerwiesen.

      ANTIBIOTIKA RESISTENZEN

      "Die immer mehr auf Hochleistung getrimmte Fleisch- und Milchproduktion der Schweizer Landwirtschaft fordert einen hohen Preis. Heute werden in der Schweiz pro Jahr rund 32 Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt und das vor allem vorsorglich, damit die geschwächten, überzüchteten Tiere nicht krank wer­den.

      Die in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika gelangen zu einem grossen Teil via Gülle und Mist auf die Felder und von dort auch in den Was­ser­kreislauf.

      Durch den übermässigen Einsatz von Antibiotika haben sich antibiotika­resistente Bakterien gebildet, die von der Eidgenössischen Fach­kommis­sion für biologische Sicherheit schon 2014 zur „grössten Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung in der Schweiz“ erklärt wurden. Antibiotika sind Heilmittel und sollten nur noch als solche eingesetzt werden. Der übermässige prophylaktische Einsatz in der Nutztierhaltung fördert die Entstehung der antibiotikaresistenten Bakterien.."  (Quelle: Inititative-für-sauberes-Trinkwasser.ch)

      Die Initiative fordert deshalb, dass Landwirtschaftsbetriebe, die Antibiotika in der Tierhaltung prophylaktisch einsetzen oder deren Produktionssystem einen regelmässigen Einsatz von Antibiotika nötig macht, von den Direktzahlungen ausgeschlossen werden.

      BIODIVERSITÄT

      Wir müssen uns der Wichtigkeit der Biodiversität als Lebensgrundlage für uns und alle künftigen Generationen bewusst werden und sein. Andreas Bosshard gewinnt aus seiner Studie über die Biodiversität von Pflanzen und Tieren im mitteleuropäischen und schweizerischen Wiesland der tieferen Lagen folgende fatale Erkenntnis: Wo im Jahre 1950 noch zu 95% eine botanische und faunische Vielfalt die Realität war, sieht es dagegen heute genau umgekehrt aus, nämlich dass  95% der Artenvielfalt zerstört ist. (Quelle: Andreas Bosshard «Das Naturwiesland der Schweiz und Mitteleuropas» / Inititative-für-sauberes-Trinkwasser.ch)

      FORSCHUNG, BILDUNG & SUBVENTIONEN

      Die Initiative fordert, dass der Bund die landwirtschaftliche Forschung, Beratung und Ausbildung nur noch finanziell unterstützt sowie Investitionshilfen den Landwirten gewährt, wenn sie die neuen Auflagen erfüllen. Damit würden die Voraussetzungen für eine nachhaltige, umwelt- und trinkwasserfreundliche Lebensmittelproduktion geschaffen werden. (Quelle: Inititative-für-sauberes-Trinkwasser.ch)


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